Winterschlaf (Gedicht)

 

Winterschlaf

© Aramesh

Stille! Schneeflocken tanzen im Reigen,
milchiges Licht taucht Wald und Flur,
darüber liegt ein Mantel aus Schweigen,
gekrönt vom Winterhimmel nur.

Lautlos! Vergeblich stehst Du und lauscht
nach eines Raben heiserem Schrei,
kein Windstoß durch die Tannen rauscht.
Selbst die Zeit verhält wie durch Zauberei.

Nur Dein Schritt verliert sich auf Winterwegen
unter Bäumen, die vom Schnee behangen
im Schlaf erstarrt, nichts vermag sich zu regen,
selbst die Quelle ist unter dem Eis gefangen.

Ich folge den Spuren, mein Herz hör' ich klopfen,
der Tag will zerfließen und Mondlicht erwacht,
heiße Tränen von meinen Wangen tropfen
auf diese eisige Winterpracht.

 

 

 

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