Gitti Khoshravi, Schwester in Gedanken

Gitti Khoshravi, Schwester in Gedanken

Gitti Khosravi, geboren im Iran, entstammt einer angesehenen Künstlerfamilie. Schon während ihrer Kindheit fühlte sie sich der Musik verbunden und begann früh, ihre Stimme zu schulen und traditionelle Musikinstrumente zu erlernen. Ihr besonderes Interesse galt dabei den im Iran bekannten Komponisten Golnoush Khaleghi, Carmen Ossorio, Pourtorab Brüder wie auch Evelin Baghcheban, Afsaneh Khodabandehloo, Pari Samar.


Gitti studierte Musik sowie klassischen Gesang an der Universität Teheran (Department of Fine Arts, Ministerium für Bildung, Iran Broadcasting System und Teheran Opera Center) und bekam ein Engagement am Teheraner Opernhaus. Zudem arbeitete sie bis zum Ende der Schah-Ära bei Radio- und Fernsehsendern und trat in verschiedenen Shows auf, die der inzwischen verstorbene Saadi Hassani organisierte. Nach der Islamischen Revolution war es Frauen im Iran nicht mehr gestattet, öffentlich zu singen und so wanderte sie nach Deutschland aus. In Hamburg studierte sie Gesang und Schauspiel.
Gitti verfügt über ein umfangreiches Repertoire, beginnend bei Klassik, über Folklore bis hin zu Jazz und Weltmusik.

Unter anderem trat sie als Solo-Sängerin und auch mit Künstlerkollegen auf verschiedenen Opernbühnen in Deutschland und der Schweiz auf, ebenso auf Festivals und Veranstaltungen, von denen auch einige im Hambacher Schloss stattfanden. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Komponisten, Dirigenten und Pianisten Cord Garben. Jährlich findet ein Brahmsprogramm in seinem Hause statt, an dem sie 2002 aktiv teilnahm wie auch an einer Performance in Hamburg unter der ehemaligen Kultursenatorin Christina Weiß.

Was Gitti Khosravi zudem auszeichnet, ist ihr Anliegen, die Rolle der Frau in der Gesellschaft künstlerisch zu vertreten. Sie legt dabei den Schwerpunkt auf die Förderung der Frauen, deren sozialen Status und dazu übergreifend die globale Freundschaft zueinander. Im Jahr 2003 initiierte sie eine musikalische Performance mit ihrer Schwester Shahla Khosravi unter dem Titel “Ost und West Meeting” in Zusammenarbeit mit Malihe Saeedi und PR. Elisabeth Bengtson Opitz. Im Delphi Theater (2007) trat sie als Solistin zu “Melodien aus dem Morgenland” auf in Verbindung mit dem chinesischen Pianisten Len Liu. Dabei wurden Texte von Omar Chayyam, Hafez und Saadi vorgetragen. Das Ziel war, eine kulturelle Brücke zwischen Orient und Okzident zu bauen.

Momentan legt Gitti ihren Schwerpunkt auf Konzerte zur persischen Kultur, um sie der Welt bekannter zu machen. Sie produzierte hierzu mehrere CD`s unter anderem mit dem Radio-Symphonieorchester Teheran. Außerdem tritt sie mit ihrem eigenen Orchester Orient & Okzident auf und ist Leiterin des gleichnamigen Klassikhauses.

Als ich Gitti kennenlernte, haben wir überrascht gespürt, wie viel uns gedanklich miteinander verbindet. Ich schätze ihre warmherzige Art, ihre schöne Stimme, ihre positive Lebenseinstellung und ihr unermüdliches Hoffen auf einen freien und glücklichen Iran.

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