Norus - Sisdah be dar

Sisdah be dar - "Geh hinaus vor die Tür!"

 

Mit dem dreizehnten Tag (Sisdah-be-dar) endet das Fest. An diesem Tag bedeutet es nach altem Glauben Unglück, im Hause zu bleiben. Denn Sisdah be dar heißt: Am 13. vor der Tür.  So strömen die Familien und Freunde hinaus und treffen sich am „Sisdah be dar“ in größeren oder kleineren Gruppen in den Parks oder verlassen die Stadt zum Picknicken auf dem Land. Jeder nimmt die Sabseh (Weizenkeimlinge) mit, die vor Norus gesetzt wurde und nun zu einem grünen „Teppich“ herangewachsen ist, und wirft sie in der freien Natur weg, möglichst in einen Fluss, dem Sinnbild des Lebens.
So glauben wir nicht nur, den Frühling willkommen zu heißen, sondern damit auch das Böse, das der dreizehnte Tag mit sich bringen könnte, dort zu belassen, wo es kein Unheil anrichten kann und somit alles Übel vertreiben zu können.
Auf den Wiesen und in den Wäldern sieht und hört man den ganzen Tag lang, die Menschen fröhlich tanzen und musizieren. Junge Mädchen, die im heiratsfähigen Alter sind, singen, während sie Knoten in die Grashalme flechten, einem alten Brauch entsprechend, immer denselben Vers:

„Der dreizehnte draußen zu unserem Glück,
und in einem Jahr
für mich einen Mann
und in meinen Armen ein Kind!“


 


2. April 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

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