Nick Evans & Friends

Nick Evans & Friends

Als Autorin bin ich auf der Suche nach Gleichgesinnten, um mich auszutauschen. Im Netz ist das mitunter nicht einfach, denn es bietet auch eine Plattform für „Stiftschwinger“, denen die Gabe des Schreibens weniger gegeben ist, die aber mit selbstverfassten E-Books den Markt überschwemmen, sodass Quantität im Kampfe mit Qualität steht. Natürlich ist es nicht einfach, als No-Name eine Veröffentlichung anzustreben, doch denke ich, dass sich bei Talent und Ausdauer auch ein Verlag findet. Dabei sollte der Autor nicht unbedingt nach den Kirschen greifen wie Randomhouse und Rowohlt – das könnte ihm eher einen Leitersturz bescheren –, sondern es mit Himbeeren versuchen, sprich mit guten Kleinverlagen, die auch anspruchsvolle Literatur herausbringen.

Doch ich schweife ab. Auf 
Frank Schramm's Blog - Nick Evans & Friends - stieß ich während eines Award-Wettbewerbs, der eher eine Bespaßung durch das Pünktchenverteilen war, denn die Qualität der Seiten im Auge hatte. Doch unter dem Strich hat er mir mehr als Pünktchen eingebracht. Ich tauschte mich mit ein paar netten Leuten aus und kam mit Frank ins Plaudern. Frank war mir auf Anhieb sympathisch, menschlich gesehen schon darum, weil ihm Missgunst ein Fremdwort ist. Sein Blog hat mich auf den ersten Blick angesprochen. So wurde ich neugierig und fragte mich, welche Inhalte vermittelt Frank in seinen Geschichten und wer ist Nick Evans?
           Nick Evans präsentiert nicht nur Kurzgeschichten im Netz und kann auf eine Veröffentlichung verweisen.
VIP - very impertinent people - Stories von Leben und Tod, heißt sein Buch, das 17 seiner Kurzgeschichten beinhaltet. Wer auf subtile Tiefgründigkeit, endlose Einführungen sowie seitenlange Landschaftsbeschreibungen verzichten kann, wer dafür aber den schnellen und nicht weniger hintergründigen Kick sucht, eventuell sogar mal als kleinen Snack zwischendurch, ohne gleich das ganze Buch durchlesen zu müssen, der kann besten Gewissens zu diesem Titel greifen. Ein wenig SEX und sehr viel CRIME in Reinkultur! Nick Evans’ skurrile Geschichten ranken sich um VIP der besonderen Art, um very impertinent people. Seine Stories knistern erotisch, kratzen absurd und weisen eine höchst anregende Mischung von kriminellem Kick und rabenschwarzem Witz auf. Freundschaft, Liebe, Geilheit, Hass und Rachegelüste – egal, ob es der Auftragskiller ist, das verkappte Genie, der Gewinner, der Verlierer, das Flittchen oder die Tussi, sie alle kennen diese Gefühle. Sie alle suchen ihren Platz und wollen ein möglichst großes Stück von dem Kuchen, den sie Leben nennen. Auf der Jagd danach verschwimmen häufig die Grenzen zwischen Gut und Böse.


Reihe: Szene
160 Seiten, Taschenbuch (Paperback)
€ 8,80 · ISBN 978-3-8280-1796-2

Verlag Frieling & Partner

 

Will man Frank kennenlernen, dann am besten durch seine Geschichten – und zwar nicht zwischen Tür und Angel. Ein bisschen mehr Zeit sollte man dem Besuch des Blogs schon einräumen. Die Geschichten sind selten kurz gehalten, jedoch kurzweilig und hinterlassen am Ende so etwas wie Bedauern, weil man gern weiter lesen möchte. In jeder von ihnen steckt ein moralischer Anspruch, ohne jedoch den Zeigefinger zu erheben, und das gibt der Geschichte den richtigen Biss. Sein Schreibstil ist flüssig und ohne Schnörkel, männlich, jedoch auch für Ladies sehr amüsant zu lesen. Inhaltlich begegnet man dem Ringen um Freundschaft, Liebe, Rachegelüsten und kriminellen Machenschaften. Kontrahenten stehen sich im Ring des Lebens gegenüber, um ihre mitunter unfairen Kämpfe auszufechten – doch gibt es auch Gewinner?


Ich will nicht zuviel verraten. Frank’s Blog stellt den Anspruch, individuell und persönlich zu sein und verspricht damit nicht zuviel. Darum lege ich den hier Lesenden
Nick Evans & Friends ans Herz. Nehmen Sie sich Zeit, um in die Geschichten einzutauchen, denn es lohnt sich. Und ich denke, wer einmal hineinliest, kommt wieder und wird ein gern gesehener Gast – wie ich.

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